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Palermo ist die größte Stadt in Sizilien und gleichzeitig Hauptstadt der Region mit etwa 690 tausend Einwohner. Die Stadt liegt in einer malerischen Bucht mit dem Namen die „goldene Muschel“ (Conca d`Oro) unterhalb des 606 Meter hohen Berges Monte Pellegrino. Palermo ist die fünftgrößte Stadt in Italien und bildet sowohl den politischen als auch den kulturellen Mittelpunkt von Sizilien.

Geschichte von Palermo
Im achten Jahrhundert vor Christus wurde die Stadt unter dem Namen Ziz (die Blume) als Handelsstützpunkt von den Phöniziern gegründet. Panormos (Allhafen) wurde Palermo aufgrund der großen Hafenbucht von den Griechen genannt. Die erste Besiedelung aus der Steinzeit kann heute noch an den Höhlenmalereien im San Pellegrino eingesehen werden. Während andere sizilianische Inseln von den Griechen regiert wurden, stand Palermo nie unter griechischer Herrschaft. 254 vor Christus wurde die Stadt von den Römern erobert,
römische Legionäre bevölkerten die Stadt, dadurch entwickelte sich die Ortschaft zu einer der bedeutendsten Städte auf Sizilien. Im Jahr 429 eroberten die Vandalen Palermo, welches dann enorm an Bedeutung verlor und 535 an Ostrom fiel. Arabisch Balerm genannt, entwickelte sich Palermo unter islamischer Herrschaft ab 831 zur Hauptstadt der Emire von Sizilien, durch den Anbau von Orangenbäumen und Zitrusbäumen entstand ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. In dieser Zeit betrug die Einwohnerzahl etwa 100.000, nur in Konstantinopel oder Cordoba lebten zu dieser Zeit mehr Menschen.
 
Im 12. Jahrhundert, nach der Eroberung durch die Normannen, entwickelte sich Palermo zur Hauptstadt von Sizilien. Ende des 12. Jahrhunderts übernahmen die Staufer unter Friedrich II. die Macht und bauten die Stadt weiter aus, die sizilianische Dichterschule wurde gegründet. Als Sizilien nach der Hinrichtung des letzten Staufers Konradin unter die Herrschaft Karl von Anjous fiel, verfiel Palermo immer mehr. In dieser Zeit kam es zur sizilianischen Vesper, diesem Aufstand fielen tausende von Menschen zum Opfer. Aragonier, Österreicher und Bourbonen nahmen danach Besitz von der Stadt, 1860 besetzte Guiseppe Garibaldi Palermo. Im zweiten Weltkrieg erlitt die sizilianische Hauptstadt schwere Beschädigungen, von Kriegsende bis Ende des 20. Jahrhunderts war sie fest in Mafia-Hand. Bürgermeister Leoluca Orlano, der überhaupt nichts mit der Mafia zu tun haben wollte, brachte in seiner Amtszeit (1985 bis 2000) wieder Ordnung in die Stadt.
Wirtschaft in Palermo
Der Dienstleistungssektor ist der bedeutendste Wirtschaftszweig in Palermo, der zunehmende Tourismus spielt dabei eine tragende Rolle. Verschiedene Industriebetriebe aus den Gebieten Metall, Textil, chemische Industrie sowie Schiffsbau und Fahrzeugbau haben sich in der Hafenstadt Palermo niedergelassen. Früher spielte die Landwirtschaft mit dem Anbau von Zitrusfrüchten eine große Rolle, was jedoch stark nachgelassen hat. Unter den regionalen Hauptstädten in Italien hat Palermo das niedrigste Einkommen pro Kopf der Bevölkerung und eine sehr hohe Arbeitslosigkeit unter der Jugend.
 
Bis heute erhalten geblieben sind viele der unzähligen Bauwerke in Palermo. Das bedeutendste Kirchengebäude ist zweifellos die Kathedrale, im Jahr 1185 gebaut und mehrfach erweitert. In der Kathedrale befinden sich auch die Gräber der Stauferkönige Heinrich VI. und Friedrich des II. Weiter gibt es in der Stadt zahlreiche Kirchengebäude im arabisch-normannischen Stil, sie sind oft durch rot gefärbte Kuppeln zu erkennen. Bei einer Besichtigungstour darf die Kirche S. Giovanni degli Eremiti nicht fehlen, ein Meisterwerk ist die Chiesa della Magione aus dem Jahr 700. Weitere Attraktionen von Palermo sind der Palazzo dei Normanni, in dem heute das sizilianische Parlament residiert. Um 1500 wurde der wunderschöne Pretoria Brunnen auf der gleichnamigen Piazza errichtet. Große Bedeutung wird dem Teatro Massimo zugesprochen, eines der größten Theater Europas. Auch das im neoklassischen Stil erbaute Politeama hat einen großen Stellenwert bei den Sehenswürdigkeiten in Palermo.

Als regionale Kunstgalerie wird der Palast Abatellis genutzt, der im gotischen Stil erbaut wurde. Unzählig weitere Piazza, Museen, Plätze und Parks, die das Bild der Stadt Palermo prägen. Die Stadt mit Umgebung kann man am einfachsten mit einem Mietwagen Palermo erkunden. Goethe schreib im Jahr 1787 in einem Brief an Charlotte Stein, welch „unsäglich schönes Land Sizilien“ ist, und das stimmt bis heute. Sehenswert sind auch das jüdische Stadtviertel von Palermo, der große Lebensmittelmarkt (kurz La Vucciria genannt), der Markt der Metzger sowie der Obst-und Gemüsemarkt (Mercato Ballaro).

Kulinarisches
Dort wo die Natur großzügig ist - wo Zitruspflanzen, Mandelbäume, Olivenbäume, Feigenkakteen blühen und wo Gemüse, Getreide und Früchte aller Art von außergewöhnlicher Qualität sind - bietet Sizilien ein mit keiner Region vergleichbares fantasiereiches und prunkvolles Repertoire an charakteristischen Speisen. Man betrete nur eine pasticceria (Konditorei) in Palermo, die gastronomischen Stätten sind prächtige Bühnen. Beispielhaft dafür sind der Farbenreichtum und die strukturelle Vielschichtigkeit der cassata. Das sind verführerische und kalorienreiche Speisen, die in vergangenen Jahrhunderten gewisse Nonnen zur Vernachlässigung ihrer frommen Pflichten verleitete, um sich Ricotta und kandierten Früchten zu widmen.

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